Welcome! | Wilkommen! | Benvenuto!

This is my travel blog, initially created for my around the world trip which started in October 2011 and ended in July 2012. Still, I will continue to travel from time to time and share here my experiences, thoughts and stories with you.
Das ist mein Reise-Tagebuch, das ich für anfangs für meine Weltreise, die von Oktober 2011 bis Juli 2012 dauerte, erstellt habe. Da mich von Zeit zu Zeit das Reisefieber immer wieder packt, werde ich weiterhin hier meine Erfahrungen, Gedanken und Geschichten mit euch teilen.
Questo è il mio diario di viaggio, inizialmente creato per il mio viaggio intorno al mondo che è durato da ottobre 2011 a luglio 2012. Viaggiare resterà sempre una parte di me e continuerò a raccontarvi qui le mie esperienze, pensieri e storie.

Tuesday, 10 January 2012

Kapstadt | Cape Town | Città del Capo

Von dem Moment an als ich in Kapstadt aus dem Flughafen spaziert bin, war ich sofort von der Stadt begeistert. Nach Ghana war es ein Höhepunkt eine sehr saubere und organisierte Stadt vorzufinden, die sich inmitten einer herrlichen Naturlandschaft präsentiert. Ich bin mit dem Bus zu meinem Guesthouse gefahren und konnte schon zum ersten Mal die Schönheit des Tafelbergs und der darunterliegenden Tafelbucht auskosten. Die Sonne schien und nach der erdrückenden Hitze Ghanas war der leichte, konstante Wind eine wohltuende Abwechslung.
Nachdem ich das Gepäck abgestellt und mich kurz von den Strapazen der Reise erholt hatte, habe ich mich auf den Weg zur V&A Waterfront gemacht, die nur einen Katzensprung von meinem Guesthouse entfernt war. Ich habe direkt die Shoppingmall angesteuert und voller Begeisterung habe ich mich im Pick 'n' Pay auf der Suche nach Lebensmitteln gemacht. Das reinste Paradies nachdem ich zwei Monate lang auf vieles verzichten musste. Welch eine Freude endlich mal wieder ein Jogurt zu finden.
Ein wenig später habe ich dann die Kleidergeschäfte auskundschaftet und dabei habe ich plötzlich Beni getroffen, einen ehemaligen Schulkollegen. Wir wussten zwar beide, dass wir zeitgleich in Kapstadt sind und wollten uns auch verabreden, aber das war nicht mehr nötig, da wir uns so über den Weg gelaufen sind. Beni hat seine Freunde Roman und Andrea besucht, die ebenfalls auf Weltreise sind und zu dieser Zeit auch in Kapstadt weilten. Spontan habe ich dann meine Pläne verworfen und bin statt den geplanten 5 Tage in Kapstadt vorerst nur 2 Tage geblieben und bin dann gemeinsam mit ihnen ein paar Tage auf der Kaphalbinsel herum gereist.
Hier hat sich noch mehr Naturspektakel angeboten: Kap der guten Hoffnung, Cape Point, wild herumlaufende Strausse und Baboons, und mein persönlicher Highlight, die Afrikanischen Pinguine. Sowohl auf Robben Island am Tag zuvor als auch in der Nähe von Simonstown haben sich hunderte dieser Tiere am Strand aufgehalten und haben für Unterhaltung gesorgt. Den ersten Übernachtungstop haben wir in Gansbaai eingelegt, wo die Jungs am Tag darauf mit den Haien tauchen gegangen sind. Das war nichts für uns Frauen und wir haben entschieden, reiten zu gehen. Gut, bei mir war es weniger reiten als viel mehr ein paar runden im Gehege auf dem Pferd zu drehen, da ich seit meiner Kindheit nie mehr auf einem Pferd gesessen hatte. Marita, die Besitzerin des Pferdes, hat uns nebenbei uns ihr Herz ausgeschüttet. Sie wurde nach 20 Jahre Ehe von ihrem Mann sitzen gelassen und das Pferd und ihr Auto seien das einzige, was ihr noch übrig geblieben sind. Am Nachmittag sind wir dann nach Stellenbosch weiter gefahren, wo wir das kleinste kommerzielle Weingut Südafrikas, Bein Wine, besucht haben. Die Besitzer sind zwei aus Basel stammende Tierärzte, die vor 10 Jahren nach Südafrika ausgewandert sind. Herr Bein hat uns durch seine Rebberge herumgeführt und uns in die Geheimnisse des Weinanbaus eingeweiht. Wir haben uns noch mit ein paar Flaschen eingedeckt, die wir zu unserem Silvesteressen geniessen wollten.
Am nächsten Tag, Silvester, sind wir nach Kapstadt zurückgekehrt und hatten noch keine konkrete Pläne für den Abend. In einem Café haben wir dann beschlossen, zur V&A Waterfront zu gehen und uns dort ein Restaurant für den Abend zu suchen. So hätten wir anschliessend das Feuerwerk anschauen könne. Der Plan ist aber misslungen, denn entweder waren die Restaurants schon ausgebucht oder sie haben nur ein überteuertes Silverstermenü angeboten. Beim Restaurant abklappern haben wir Steffi getroffen, eine zurzeit in Kapstadt arbeitende Schweizerin, die Roman und Andrea in Moçambique kennengelernt haben. Sie hat sich uns angeschlossen und bei einem Bier an der V&A Waterfront haben wir beschlossen, alle zusammen den Abend in der Long Street zu verbringen. Tatsächlich haben wir dann ein asiatisches Restaurant gefunden, das uns zu normalen Preisen ein gutes Essen serviert hat. Kurz vor Mitternacht sind wir auf die Strasse gegangen, wo sich ziemlich viele Leute aufgehalten haben. Viel mehr als Silvester sah es aus wie Karneval oder wie während eines wichtigen Fussballspiels. Die Leute haben dem neuen Jahr zugejubelt und es war eine ganz neue Erfahrung erstmals im Leben Silvester im Sommer zu verbringen. Danach haben wir noch in einem Irish-Pub weiter gefeiert.
Am nächsten Tag haben wir im De Marco, wo Steffi arbeitet, gebruncht und anschliessend sind wir bei einheimischen Bekannten von Roman zu einem Braai eingeladen worden. Es war sehr interessant zu sehen, wie man als Südafrikaner in den Vororten von Kapstadt lebt. Ich würde sagen, es glich sehr einer amerikanischen Siedlung: kleine Häuser umgeben von einer Mauer. Nett und ordentlich, aber trotzdem nicht wirklich afrikanisch. Am Nachmittag haben wir dann Beni zum Flughafen gefahren und sind anschliessend zum Aquarium gegangen.
Am 2. Januar herrschte in der Innenstadt ein Ausnahmezustand: man hätte meinen können, es findet eine adlige Hochzeit statt. Die Strassen waren abgesperrt, tausende von Leute tummelten sich auf der Strasse, viele hatten sogar im Zelt in der Stadt übernachtet, um bei der Neujahrsparade in der vordersten Reihe zu stehen. Andrea, Roman und ich hatten uns dafür in der Stadt getroffen und aufgrund des Ansturms mussten wir annehmen, dass es sich um etwas grosses, extravagantes und einzigartiges handle. Laut Insiderinformationen sollte die Parade um 10.00 Uhr Afrikanische Zeit beginnen. Was soviel hiess, dass wie vor 12.00 Uhr nichts zu erwarten hatten. Gegen 12.00 Uhr haben wir dann unsere Position eingenommen und voller Erwartung zur Strasse geschaut. Und nichts rührte sich... mittlerweile war es 14.00 Uhr geworden und von der Parade war weit und breit nichts in Sicht und wir hatten alle Hunger. Somit haben wir beschlossen etwas essen zu gehen und später zurück zu kommen.
Bei unserer Rückkehr um 15.00 Uhr hatten wir dann so langsam das Gefühl, die Parade sei am starten, mit grösseren Abständen zogen bunt angezogene Gruppen Musik machend und tanzend an uns vorbei. Und dazwischen immer wieder gähnende Leere. Wir haben uns herum gefragt, wann dann die Parade so richtig los gehe und da meinten die Leute, dass ist nun der Höhepunkt. Welch eine Enttäuschung! Wir müssten die Captownians mal zur Basler Fasnacht einladen. Und für das haben tausende Menschen in ihren Zelten in der Stadt übernachtet. Völlig unverständlich! Wir haben noch ein wenig zugeschaut und sind dann wieder gegangen.
Andrea und Roman sind dann am nächsten Tag auch abgereist. Ihre nächste Destination ist Indien, bevor sie dann auch nach Australien gehen und wir uns möglicherweise wieder treffen.
Ich habe anschliessend noch ein paar Tage in Kapstadt verbracht. Der Besuch des Tafelbergs stand noch bevor, wo ich letzten Dienstag dann hochgefahren bin. Am Mittwoch hatten Steffi und ich dann einen unvergesslichen Besuch im Mzoli's Place, ein sehr aussergewöhnliches Restaurant im Township Guguleto. Da wir keine geführte Tour dahin für diesen Tag buchen konnten, sind wir selbstständig mit dem Taxi dahin gefahren. Bei Mzoli's ist die erste Station die Metzgerei, da sucht man sich sein Fleisch aus und kauft dazu die nötige Marinade. Anschliessend bringt man sein Fleisch in die Küche, wo es auf dem Braai (=Grill) kommt. Danach setzt man sich draussen im Pavillon hin und geniesst das herrliche Fleisch mit seinen selbst mitgebrachten Beilagen und Getränke. Es hält sich allerlei bei Mzoli's auf: Touristen, stylische Capetownians, Township Bewohner und Promis. Und wenn man Glück hat, kann man auch Live-Musik geniessen (leider war das bei uns nicht so).
An meinen zwei letzten Tagen in Kapstadt habe ich noch das bunte Quartier Bo-Kaap, der herrliche und stylische Strand von Camps Bay und der etwas einsamere Strand von Table View besucht. Die Stadt hat es mir sehr angetan und ich wäre am liebsten noch länger geblieben. Aber es steht mir ein lang erstehntes Treffen noch bevor, so dass mit ich mich langsam aber sicher in Richtung Johannesburg auf den Weg machen musste. Ende Monat treffen Corinne und ich uns da und werden dann gemeinsam zum Kruger Park fahren. Aber eins steht fest, ich war nicht das letzte Mal in Kapstadt und werde so bald wie möglich zurück gehen.

The English translation will follow when I'm in the mood for translating.


Dal momento che sono uscita dall'aeroporto di Città del Capo sono stata subito affascinata da questa metropoli. Dopo aver trascorso gli ultimi mesi in Ghana arrivare a Città del Capo è stato il colmo: una città pulita ed organizzata in mezzo ad una natura affascinante. Con il bus mi sono recata al mio ostello ed ho potuto già assaporare la bellezza di Table Mountain e la sottostante baia di Tablebay. Il sole splendeva e dopo il caldo atroce in Ghana il costante vento era un piacere gradevole.

Dopo aver posato il mio bagaglio e essermi un po` ripresa dagli strapazzi del viaggio, sono andata alla V&A Waterfront che si trovava giusto dietro l'angolo dal mio ostello. Con entusiasmo mi sono precipitata direttamente nel centro commerciale e nel Pick 'n' Pay mi sono messa in cerca di cose da mangiare. Dopo aver rinunciato a così tante cose per due mesi questo era un vero paradiso. Che goduria comprare e mangiare uno yogurt.

Poco dopo ho cominciato a dare un'occhiata ai negozi di abbigliamento e tutto ad un tratto ho incontrato Beni, un mio vecchio amico di scuola. Tutte due sapevamo di essere a Città del Capo allo stesso tempo e prima che io partissi avevamo deciso di sentirci per poi incontrarci. Beh, a questo punto non ce n'era più bisogno visto che ci siamo incontrati per caso. Beni era venuto a trovare i suoi amici Roman ed Andrea, che stanno facendo anche un giro per il mondo e si trovavano a Città del Capo in quel periodo. Spontaneamente, ho deciso di cambiare i miei piani e sono rimasta a Città del Capo anzi di 5 solo 2 giorni e dopodiché ho fatto insieme a loro un tour della Penisola del Capo.

Anche durante questo tour lo spettacolo della natura si è presentato dal lato più bello: Capo della Buona Speranza, Cape Point, struzzi e baboons selvatici che gironzolavano per le strade, e i miei preferiti: i pinguini africani. Sia il giorno prima a Robben Island che anche nelle vicinanze di Simontown centinaia di questi animali si trovavano in spiaggia e animavano la situazione. La prima tappa la abbiamo conclusa a Gansbaai, dove Beni e Roman sono andati a immergersi con gli squali il giorno dopo. Andrea e io non avevamo voglia di seguirli sulla barca, così abbiamo deciso di andare a cavalcare. Beh, nel mio caso non è stato proprio cavalcare, ma bensì fare alcuni giro nel maneggio recintato visto che l'ultima volta che sono stata su un cavallo è stata da bambina.

Marita, la proprietaria del cavallo ci ha inoltre raccontato la storia della sua vita. L'ex-marito l'aveva lasciata dopo 20 anni di matrimonio e le uniche cose che le sono rimaste sono il cavallo e la macchina. Nel pomeriggio abbiamo proseguito il nostro tragitto verso Stellenbosch, dove abbiamo visitato il vigneto commerciale più piccolo del Sudafrica, Bein Wine. I proprietari sono due veterinari di Basilea che sono immigrati in Sudafrica 10 anni fa. Il signor Bein ci ha condotto tra i suoi vigneti e ci ha svelato i segreti della vino-cultura.

Il giorno dopo, San Silvestro, siamo ritornati a Città del Capo senza idee chiare come trascorrere la serata. In un bar abbiamo deciso di andare alla V&A Waterfront e di cercare un ristorante per la cena. Così avremmo potuto assistere ai fuochi d'artificio a mezzanotte. Ma questa idea non ha funzionato perchè o i ristoranti erano già al completo o offrivano solo menù di capodanno a prezzi esagerati. Alla ricerca di un ristorante abbiamo incontrato Steffi, una Svizzera che lavora al momento a Città del Capo e che Roman ed Andrea avevano conosciuto alcune settimane prima in Mozambico. Steffi ha deciso di unirsi a noi e mentre abbiamo bevuto una birra alla V&A Waterfront abbiamo deciso di passare la serata alla Long Street. Infine abbiamo trovato un ristorante asiatico dove offrivano pietanze deliziose a prezzi ragionevoli. Poco prima di mezzanotte siamo usciti sulla strada stracolma per brindare al nuovo anno. Più che capodanno sembrava carnevale. La gente urlava al nuovo anno ed è stata un esperienza diversa iniziare l'anno nuovo in estate. Dopo mezzanotte abbiamo continuato a festeggiare in un Irish pub.

Il giorno dopo ci siamo goduti un brunch da „De Marco“, il ristorante dove lavora Steffi e dopodichè abbiamo seguito l'invito per un braai (=grigliata) a casa di conoscenti di Roman. È stato interessante vedere come vivono i Sudafricani nei sobborgo di Città del Capo. Direi che assomiglia di più ad un abitato americano: molte piccole case recintate. Graziose e ordinate, ma per niente africane. Nel pomeriggio abbiamo poi accompagnato Beni all'aeroporto e dopo siamo andati all'acquario.

Il 2 gennaio c'era un atmosfera eccezionale in centro città: si poteva avere l'impressione che un matrimonio reale fosse presto andato in corso. Le strade erano bloccate, c'era un casino di gente e molte persone avevano trascorso la notte in una tenda accampati in città per potere assistere alla parata d'anno nuovo in prima fila. Andrea, Roman ed io ci siamo incontrati in centro e visto l'affollamento ci aspettavamo qualcosa di grande, estravagante e unico. Stando alle informazioni delle persone del posto la parata avrebbe dovuto iniziare alle 10, ora africana che vuol dire che prima delle 12 non ci fosse niente da aspettare. Così verso le 12 abbiamo preso la nostra posizione e guardavamo con ansia la strada. Ma non accadeva niente... Nel frattempo si erano fatte le 2 e la parata non aveva ancora iniziato e noi avevamo fame. Così abbiamo deciso di abbandonare la nostra postazione ed andare a pranzare.

Al nostro ritorno alle 3 avevamo finalmente l'impressione che la parata lentamente prendesse forma. Tra un intervallo e un altro passavano gruppi con vestiti coloratissimi che suonavano e ballavano. E tra un gruppo e un altro c'era solo un vuoto silenzioso. Abbiamo chiesto in giro quando la parata raggiungesse il colmo e la gente ci ha spiegato che questo era già il colmo. Che delusione! Dovremmo invitare i Capetownians al nostro carnevale di Basilea per far loro vedere cos'è un vero casino. E per questa parata migliaia di persone avevano trascorso la notte in centro. Per noi semplicemente incomprensibile! Siamo rimasti ancora un po' a guardare e poi siamo andati via.

Andrea e Roman sono partiti il giorno dopo. La loro prossima destinazione è l'India prima di proseguire anche loro per l'Australia. Eventualmente ci rivedremo li.

Io ho trascorso alcuni giorni ancora a Città del Capo. Avevo in piano ancora la salita su Table Mountain, dove sono riuscita a salire martedì scorso. Mercoledì, Steffi ed io abbiamo trascorso un giorno indimenticabile a Mzoli's Place, un ristorante unico nella township di Guguletu. Visto che non siamo riuscite ad avere un tour guidato, abbiamo deciso di andarci per i fatti nostri con il taxi. La prima tappa da Mzoli's è la macelleria, dove uno sceglie la carne e compra la marinata. Dopodiché si porta la carne in cucina dove viene messa sul Braai. Alla fine uno si siede fuori sotto il capannone e si gode la carne con i contorni e le bevande portate da casa. Che spettacolo! Si incontra tanta gente diversa da Mzoli's: turisti, gente dei quartieri ricchi di Città del Capo, abitanti della township e alcuni VIPs. E se hai fortuna, puoi anche ascoltare musica dal vivo (a noi purtroppo c'è andata male).

Negli ultimi due giorni a Città del Capo ho visitato il quartiere colorato di Bo-Kaap, la spiaggia meravigliosa e piena di stile di Camps Bay e la spiaggia un po' più deserta di Table View. Non posso dire altro che sono rimasta affascinatissima di questa città e mi sarebbe piaciuto rimanere più a lungo. Ma un incontro molto atteso mi aspetta presto e così devo mettermi in camino verso Johannesburg, dove incontrerò la mia cara amica Corinne alla fine del mese.
Ma una cosa è certa: non è stata la mia ultima volta a Città del Capo e cercherò di tornarci al più presto possibile.

 
Table Mountain




















Mzoli's place

Fleischkübel bei Mzoli's


Bo-Kaap

Table mountain from Table View

V&A Waterfront: 9086 km from Switzerland

Cape of Good Hope: Beni und ich

Neujahrsparade in Kapstadt


Saturday, 7 January 2012

Weihnachten in Ghana | Christmas in Ghana | Natale in Ghana

Ja, nochmals mit ein wenig Verspätung erfolgt hier der letzte Bericht über Ghana. Wie ihr vielleicht wisst, hatte ich entschlossen meinen Aufenthalt ein wenig zu verlängern und Weihnachten im Waisenhaus bei den Kindern zu verbringen.

Dank meinem Spendenaufruf ist von Familie, Freunde und Bekannten einiges an Geld zusammen gekommen, um eine ordentliche Weihnachtsfeier mit gutem Essen zu organisieren. Wie immer war nicht alles einfach zu erledigen und das erste Hindernis war das Abheben des Geldes für den Einkauf auf dem Markt. Der Bankomat in Kpando war schon seit einigen Wochen ausser Betrieb und das ist auch so bis Weihnachten geblieben. Darum ist mir nichts anderes übrig geblieben als in 30 min entfernte Hohoe zu fahren, um einen funktionierenden Bankomat zu finden. Ich habe den Bankomat gefunden, nur war er vorübergehend nicht in Betrieb, da es kein Geld mehr drin hatte. Wieder einmal war meine Geduld auf Probe gestellt. Nachdem der Automat wieder aufgefüllt war, hatte sich eine recht lange Schlage gebildet.

Endlich war ich an der Reihe und dann der nächste Schock! Der Automat gibt max. 200 Cedis aus: das hiess, mehrere Male abheben, worauf sich die Leute hinter mir schon genervt haben, weil ich den Bankomat ganz lange in Anspruch genommen habe. Leider hat mir auch das Tageslimit dann einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass ich das nötige Geld nicht an einem Tag abheben konnte. Wohl oder übel musste ich am nächsten Tag nochmals nach Hohoe fahren, um an das restliche Geld zu kommen. Das hat dann ohne weitere Probleme geklappt.

Danach hiess es, auf dem Markt alle Lebensmittel besorgen, die für das Festessen nötig waren. Das hat natürlich Stunden gedauert, da man nicht gleich am ersten Stand gleich das findet was man will. Gemeinsam mit Baby, Dzibodi und Kafui habe ich einen ganzen Nachmittag auf dem Markt verbracht und ich habe gespannt dem lauten Treiben und dem Feilschen beobachtet. Die Verkäufer waren nicht so willig, uns Rabatte zu gewähren. Da es kurz vor Weihnachten war, haben sie natürlich die Preise unverschämt in die Höhe getrieben. Am Ende des Nachmittags hatten wir noch nicht alles zusammen, so dass zwei Besuche an den darauf folgenden Tagen nötig waren, bis wir alles erhalten haben.

Der grosse Aufenthaltsraum im Waisenhaus wurde kurzerhand als Grossküche umdisponiert, und das Kommando für das Kochen hat dann Mawusi übernommen: die grösseren Kinder vom Waisenhaus haben fleissig Zwiebeln geschält und Gemüse gerüstet, während sie diverse Saucen zu kochen zubereitet hat. Ich selbst habe gemeinsam mit Mawufemor Girl mich den Rösti gewidmet,

Am 25.12.2012 haben wir als erstes die jüngeren Kinder im Waisenhaus abgeholt, die fein herausgeputzt waren und bereit zur Kirche zu gehen. Die Kirche war aber so voll, dass wir nicht hinein konnten, so dass wir einfach ein paar Stunden draussen auf dem Vorplatz verbracht haben, bevor wir zurück gekehrt sind.

Während dessen haben die älteren Jungs Zelte, Stühle und Tische aufgestellt und Mawusi hat mit Baby das Buffet aufgestellt. Kurz vor dem Beginn des Festes ist dann endlich auch der DJ aufgetaucht, der die Musikanlage vorbei gebracht hat.

Gegen 14 Uhr ist dann das Fest, oder ich muss wohl eher sagen die Party, gestartet. Mit lauter Musik im Hintergrund wurde das Buffet eröffnet und alle Kinder haben sich die Teller mit den verschiedenen Speisen füllen lassen (so viel Essen bekommen sie sonst nicht aufgetischt). Nebst den Kindern des Waisenhaus haben auch ein paar Kinder der Schule, die Lehrer, die Betreuer und Freunde das Fest besucht und herrschte ein lautes Treiben. Es wurde den ganzen Nachmittag lang getanzt und gegessen, bis dann die jüngeren Kinder vor Erschöpfung gegen 20 h müde ins Bett gefallen sind. Mit den grösseren Kinder haben wir dann noch so gut wie möglich aufgeräumt und der Rest wurde auf den kommenden Tag verschoben.

Es waren ganz andere Weihnachten als sonst zu Hause und ich habe die ausgelassene Stimmung sehr genossen.

Leider musste ich mich dann am kommenden Morgen von den Kinder verabschieden und mich auf dem Weg zum Flughafen machen. Der Abschied war eher kühl, das ist halt die Ghanaische Art und die jüngeren Kinder haben nicht unbedingt begriffen, dass sie mich nicht mehr sehen werden.

Mir selbst ist der Abschied schon schwer gefallen, da mir die Kinder aber auch alle anderen Leute in Kpando sehr ans Herz gewachsen sind. Aber wie man so schön sagt, man muss gehen, wenn es am schönsten ist. Und ich werde mich gerne an die schöne Zeit in Kpando zurück erinnern. Und wer weiss, vielleicht bietet sich eines Tages die Gelegenheit, dahin zurück zu kehren.



 
Here follows with a lit bit of delay my last post about Ghana. As you might have realized, I decided to extend my stay there and spend Christmas in the orphanage with the children.

Thanks my request to my family and friends for a donation for the Christmas celebration, I could get enough money to organize a decent Christmas party with plenty of food. As usual I was not that easy to organize everything without difficulties, so I encountered the first problem when I wanted withdraw the money to go to the market. The ATM in Kpando had been already out of order since a couple weeks and it wasn't fixed before Christmas. So I had no choice and had to travel 30 min to Hohoe to look for an ATM which was working. In fact, I found the ATM, but it was temporarily out of order, because it had ran out of money. I needed to be patient until it got filled up again, and by that time a long queue had built up.

Finally, it was my turn and then I got the next shock! A single withdrawal was limited to 200 Cedis. That meant, I had to do several withdrawals and the people queuing after me started to get annoyed, because I occupied the ATM for such a long time. In the end, also my daily withdraw limit put a spoke into my wheel and I ended up travelling again to Hohoe the next day to get the rest of the money. At least this worked without problems.

With enough money in the pocket, it was then the turn to go to the market to buy all the ingredients for the Christmas buffet. It took of course a lot of hours to get together everything, because we couldn't find all we needed at the first stall. Together with Baby, Dzibodi and Kafui I spent a whole afternoon at the market and I could observe with interest the hustle and bustle and the bargaining. The vendors were not really willing in giving us discounts and since it was shortly before Christmas they rose all the prices. At the end of the afternoon some ingredients were still missing so that other two visits of the market were necessary on the following days.

The main room of the orphanage was rearranged as a big kitchen on the day before Christmas and Mawusi leaded the works: while the elder kids of the orphanage chopped onions and peeled vegetable, she was preparing different stews. I myself dedicated myself with Mawufemor Girl to prepare the Rösti.

On Christmas day first of all we went to pick up the youngest kids of the orphanage who were dressed up nicely and ready for going to church. But the church was so full that we couldn't enter so we spent a couple of hours outside on the fore court before getting back to the orphanage.

In the meantime the elder boys set up canopies, chairs and table and Mawusi and Baby took care of the food buffet. Shortly before the party started the DJ finally arrived who brought us the sound system.

At 2 pm the celebration or I rather must say the party started. By the sound of loud music in the background the buffet was inaugurated and all the children became a big plate with all the specialties that were available (they got much, much more then the usually get to eat). A part from the children from the orphanage also some kids from school, the teachers and friends joined the party. Everybody was dancing the whole afternoon long until the first kids were so exhausted that they went to bed at 8 pm. Together with the elder kids we cleaned up what was possible that night and the rest was left for doing it the day after.

This was a completely different Christmas from what I know back home and I enjoyed the hilarious atmosphere really a lot.

Unfortunately, the morning after it was time for me to say goodbye to the children and to make my way up to the airport. The goodbye was very distanced, but this is just the Ghanian way and the smallest kids didn't understand that wouldn't see me anymore.

The goodbye was for myself very hard since I took the children, but also the other people in Kpando to my heart. I will think back with pleasure to the amazing time in Kpando. And who knows, maybe one day I will get the chance to go back there.



Anche quest'ultimo racconto sul Ghana vi arriva con un po' di ritardo. Come alcuni sanno ho deciso di prolungare il mio soggiorno e di passare il Natale con i bambini dell'orfanotrofio.

Grazie alla richiesta di donazione fatta ad amici e parenti ho potuto raccogliere un bel po' di soldi per finanziare la festa di Natale con un buon mangiare. Come sempre non è stato facile organizzare il tutto e i primi problemi li ho riscontrati quando dovevo prelevare i soldi per andare a fare la spesa al mercato. Il bancomat di Kpando era fuori servizio già dalla metà di novembre e purtroppo la situazione non è cambiata neanche prima di Natale. Dunque non mi è rimasto nient'altro da fare che prendere un taxi e farmi 30 minuti di strada fino ad Hohoe per trovare un bancomat funzionante. L'ho trovato, ma purtroppo era temporaneamente fuori uso perché non c'erano più soldi dentro. Ancora una volta la mia pazienza è stata messa alla prova. Mentre riempivano di nuovo il bancomat ovviamente si era formata una coda lunga di persone che aspettavano.

Finalmente poi è arrivato il mio turno, ma anche il prossimo shock! La somma massima di prelievo era 200 Cedi, che significava che dovevo prelevare varie volte ed logicamente la gente dietro di me non era affatto contenta che io occupassi così a lungo il bancomat. Per finire, anche il mio limite giornaliero di prelievo mi ha fatto un grande scherzo e sono dovuta tornare ad Hohoe il giorno dopo per prendere il resto dei soldi. Almeno questo poi è accaduto senza altri problemi.

Con i soldi in tasca la prossima tappa è stata il mercato per procurare tutti gli ingredienti necessari per preparare il mangiare. Naturalmente siamo state diverse ore al mercato perché non abbiamo trovato tutto alla prima bancarella. Insieme a Baby, Dzibodi e Kafui ho passato un pomeriggio intero al mercato e ho potuto osservare con tensione l'atmosfera animata e il mercanteggiare con i venditori. Ma i venditori non erano molto in vena di sconti e logicamente avevano alzato i prezzi esageratamente visto che era prima di Natale. Alla fine del pomeriggio però mancavano ancora alcuni ingredienti così siamo dovute tornare altre due volte al mercato nei giorni seguenti.

La grande aula dell'orfanotrofio è stata disposta come cucina catering il giorno prima di natale e Mawusi ha diretto i lavori di cucina: mentre i bambini più grandi sminuzzavano cipolle e pelavano le verdure, lei preparava diverse salse. Insieme a Mawufemor Gilr io mi sono dedicata alla preparazione del Rösti (una specialità svizzera).

Il giorno di Natale per prima cosa siamo andati a prendere i bambini più piccoli dall'orfanotrofio che erano tutti ben puliti e vestiti per andare in chiesa. La chiesa però era talmente piena che non siamo potuti entrare così abbiamo passato alcune ore sullo spiazzale fuori prima di tornare all'orfanotrofio.

Nel frattempo i ragazzi più grandi hanno montato delle tende e disposto tavoli e sedie, e Mawusi e Baby hanno preparato il buffet. Appena in tempo e poco prima che la festa cominciasse anche il DJ che ha portato l'impianto musicale è arrivato.

Alle 2 il buffet è stato inaugurato con una musica di sottofondo a tutto volume e i bambini hanno ricevuto un piatto pieno con tutte le pietanze disponibili (così tanto da mangiare di solito non lo ricevono). A parte i bimbi dell'orfanotrofio sono venuti anche alcuni bambini della scuola, i maestri ed amici e conoscenti e ovviamente c'era un gran casino. Tutti hanno passato il pomeriggio ballando finché verso le 8 i bimbi più piccoli esausti sono andati a letto. Con i ragazzi più grandi abbiamo poi messo a posso il più possibile e il resto lo abbiamo rimandato al giorno dopo.

È stato un Natale diverso dal solito a casa e l'atmosfera briosa mi è piaciuta molto.

Purtroppo il giorno dopo ho dovuto salutare i bambini per andare all'aeroporto. L'addio è stato piuttosto freddo, ma quest'è il modo di fare ghaniano e i bambini più piccoli non si sono resi per niente conto che non mi avrebbero più visto.

Per me stessa il momento di dire addio non è stato facile perché in fin dei conti mi sono molto affezionata sia ai bambini ma anche alle altre persone a Kpando. Mi ricorderò spesso e volentieri di questa unica esperienza. E chi lo sa, forse un giorno avrò l'occasione di tornarci in Ghana.


Die Kinder vom Waisenhaus | The children of the orphanage | I bambini dell'orfanotrofio

















Rösti-Vorbereitung | Preparations for the Rösti | Preparazione del Rösti

Das Weihnachtsbuffet | The Christmas buffet | Il buffet di Natale


Richard

Das Weihnachtsfest | The Christmas Party | La festa di Natale

Mawusi am tanzen | Mawusi is dancing | Mawusi che balla

Wednesday, 28 December 2011

Abenteuerreise in den Norden Ghanas

Hier folgt mit ein wenig Verspätung ein Bericht über meine 12tägige Reise in den Norden Ghanas.

Gaby, Geraldine, Marina hatten schon in der ersten Woche in Ghana uns für diese Reise verabredet und so habe ich mich am 8.12.2011 einmal alleine auf dem Weg von Kpando Richtung Accra gemacht. An einem Immgration-Checkpoint auf dem Weg nach Accra bin ich zum ersten Mal in Ghana in eine unangenehme Situation gekommen. Leider war mich nicht bewusst, dass wir anhalten und aussteigen mussten, wegen der Immigration, sondern war überzeugt, es handle sich um den üblichen Trotro-Stop, um sich mit Essen und Getränke einzudecken. Am Handy telefonierend bin ich ohne grosse Gedanken zum Trotro wieder zurück spaziert, als ich plötzlich an den Schultern gepackt wurde. Da ich dachte, es sei ein mühsamer Strassenverkäufer, der mir etwas andrehen will, habe ich mich los gerissen und bin am Telefon plaudernd weiter gegangen. Da wurde ich zum zweiten Mal gewaltsam am Handgelenk gepackt und weg gezerrt. Fazit: es war ein Immagration Officer, der mir vorgeworfen hat, ich höre den Leuten nicht zu und wolle mich in Schwierigkeiten bringen. Weshalb, weiss ich aber auch nicht genau. Als ich ihm ein paar Fragen beantwortet habe, durfte ich wieder zurück ins Trotro steigen.

In Accra hat mich dann die nächste böse Überraschung erwartet. Der einzige Grund, dass ich dorthin gereist bin, war, um meinen Pass mit der Visumsverlängerung abzuholen. Als ich bei SYTO, der Koordinationsstelle in Ghana für das Volunteer Programm, angekommen bin, war aber mein Pass trotz vorheriger Bestätigung doch nicht da und immer noch beim Immagration-Office zur Bearbeitung. Ich konnte mich nicht zurückhalten und habe den Leuten da die Hölle heiss gemacht, was aber nichts gebracht hat, da der Pass erst vier Tage später zur Abholung bereit war. Mit einem unguten Gefühl, da ich 10 Tage später einen Inlandsflug antreten sollte, bin ich dann mit meinem Italienischen Pass als Reserve (aber ohne Visum) weiter Richtung Kumasi gefahren. Die Fahrt mit dem VIP Bus war sehr komfortabel und der Bus ausgestattet, mit allem was man sich nur wünschen kann: verstellbare Rücken- und Beinlehne, breite Sitze und Klimaanlage. Fünf Stunden später wurde ich von Geraldine und Marina, die auch noch Patricia, ebenfalls aus der Schweiz, mit dabei hatten, in unserem Guesthouse in Kumasi in Empfang genommen. Gaby ist dann am nächsten Tag zu uns gestossen und gemeinsam sind wir dann zum Central Market, dem grössten Markt in Westafrika, aufgebrochen. Von oben betrachtet, sieht der Markt ein bisschen wie ein Slum aus: eine enorme Fläche aus Wellblechdächern. Nebst Essenswaren wird allerlei verkauft und es gibt nicht wirklich eine Ordnung, wo man was findet. Da es kurz vor Weihnachten war, herrschte ein sehr lautes Treiben, so dass wir es nicht lange ausgehalten haben. Ansonsten habe ich Kumasi als eine Stadt mit extremer Verkehrsüberlastung und schlechter Luft wahrgenommen. Am nächsten Tag sind wir dann auch schon weiter nach Tamale gegangen und zwar dieses Mal mit dem staatlichen STC Bus. Der Bus war auch sehr komfortabel und anstatt den angenommenen 18 Stunden (fragt mich nicht, wer das mal erwähnt hat) sind wir bereits nach sechs Stunden in Tamale angekommen. Während der Fahrt konnten wir ganz klar die Veränderung der Vegetation beobachten: von den Tropen sind wir Richtung Savanne gereist, die typische rote Erde Afrikas war überall zu sehen, Staub lag überall in der Luft und die Luftfeuchtigkeit ist drastisch gesunken.

Tamale ist mit seinen 1.5 Mio Einwohner die grösste Stadt im Norden Ghanas, obwohl sie aufgrund der ausgeprägten Landwirtschaft eher einen Dorfcharakter aufweist. Nachdem wir erfolglos einige Unterkünfte abgeklappert hatten, sind wir im African Dream Hotel gelandet. Der Besitzer, der Ghanaische Mr. Prince (=Stammeshäuptling), der mit einer Schweizerin verheiratet ist, hat uns herzlich in Empfang genommen und hat uns geholfen, einige Schwierigkeiten zu klären. Dank seinen Beziehungen zu dem obersten Officer der Immigration in Tamale konnten sowohl meine Begleiterinnen (alle mit abgelaufenem Visum) und ich ohne Pass und Visum beruhigt einige Tage später zum Flughafen gehen, ohne befürchten zu müssen, dass wir bei der Passkontrolle in Schwierigkeiten geraten (für den Notfall waren wir mit der Handy-Nr. vom obersten Officer gerüstet, den wir hätten anrufen können).

In Tamale mussten wir uns erstmals einer Geduldsprobe unterziehen. Am zweiten Tag sind Patricia und ich gemeinsam mit Mr. Prince um 4.30 Uhr morgens zur Busstation gefahren, um unsere Tickets für die Weiterreise in den Mole Nationalpark zu holen. Am Abend zuvor hatte Mr. Prince wieder einmal seine Beziehungen spielen lassen und mit der Dame vom Ticketverkauf gesprochen, damit wir die Tickets auf sicher haben. Dann endlich um 6.00 Uhr und nachdem wir uns erkenntlich für ihre Dienste gezeigt hatten, konnten wir die Tickets für den Bus am Nachmittag entgegen nehmen. Pünktlich zur Treffpunktszeit um 12.30 Uhr haben wir uns am Busbahnhof begeben, jedoch ist der Bus mit einer bedeutenden Verspätung von über fünf Stunden abgefahren, so dass wir erst gegen 21.30 Uhr in Mole waren.

Am nächste Morgen sind wir früh zur Walking Safari aufgebrochen und der Ranger wollte uns keine grossen Hoffnungen machen, dass wir Elefanten sehen, da seit über 4 Tagen keiner mehr gesichtet worden war. Und dann die Überraschung: 10 Minuten und ein frischer Fussabdruck später konnten wir schon nach ein paar Metern ein Elefanten beim Essen beobachten. Ansonsten hatte der Park nicht mehr gross zu bieten – wir konnten einzig ein paar Buschböcke, Affen, Wildschweine, Kobs und Vögel beobachten. Ich habe es als Einstimmung auf Südafrika gesehen, wo ich bestimmt spektakulärere Safaris erleben werde. Am Nachmittag konnten wir vom Hotel aus, das eine Sicht auf eine Wasserstelle bietet, wieder ein Elefant beobachten, dass sich auf dem Weg zum Trinken gemacht hat.

Am nächsten Tag haben wir uns von Marina und Geraldine verabschiedet, die wieder zurück nach Tamale mussten, da sie früher nach Hause geflogen sind. Gaby, Patricia und ich wollten das Abenteuer noch weiter geniessen und haben beschlossen nach Wa weiter zu reisen. Als wir in Larabanga den Bus gesichtet haben, waren wir überzeugt, dass wir nicht nach Wa kommen: der Bus war schon bis zum letzten Platz voll und viele Leute am stehen. Aber da hatten wir uns getäuscht und wir wurden noch ins Innere gequetscht. Die nächsten 3 h haben wir im Stehen verbracht und da 2/3 des Weges nach Wa über eine Schotterstrasse führen, konnten wir gratis Powerplate Training machen.

Die Fahrt hat sich leider nicht gelohnt, denn Wa ist nicht, die idyllische, vergessene Kleinstadt, wie sie in allen Reiseführern angepriesen wird. Es war eine typische Ghanaische Grossstadt, die sich kaum von den anderen Orten unterschieden hat. Gaby und ich wollten am nächsten den Tag nicht umherreisen, weshalb wir in der Stadt vergebens nach Sehenswürdigkeiten gesucht haben, während Patricia zum Nilpferd-Tempel gefahren ist, um die Tiere zu beobachten. Wenigstens eine von uns konnte sagen, die Fahrt nach Wa habe sich gelohnt.

Die Fahrt zurück nach Tamale war natürlich wieder anstrengend. Wartezeit am Busbahnhof: 4 Stunden (der Bus war kaputt und musste repariert werden). Fahrtzeit: 6.5 Stunden, davon die meisten auf einer Schotterstrasse. Und um das ganze zu komplettieren, war der Bus in einem miserablen Zustand (Stossdämpfer = 0) und der Fahrer ist wie ein verrückter über diese Strassen gesaust. Wir waren sehr froh, als wir wieder im African Dream Hotel waren und uns von der Rückenschmerzen erholen konnten. Am nächsten Tag sind wir dann mit dem Flieger von Tamale nach Accra geflogen. Glücklicherweise ohne Zwischenfälle, denn es kann durchaus vorkommen, dass der Flug gestrichen wird, da der Flughafen von Tamale über kein Landeleitsystem verfügt und auf Sicht angeflogen wird. Und das kommt nicht selten vor, da aufgrund vom Staub die Sicht oft schlecht ist.

In Accra haben wir uns dann auf dem Art Markt auf der Suche nach Souvenirs bzw. nach Weihnachtsgeschenken gemacht und ein wenig Geld ausgegeben. Ansonsten bietet ja Accra nicht mehr viel und am nächsten Tag musste Gaby auch wieder zum Flughafen, um nach Hause zurück zu fliegen. Patricia und ich haben uns dann in der Accra Mall vergnügt und sind ins Kino gegangen. Am nächsten Tag musste auch ich wieder zurück nach Kpando und da Patricia noch in die Volta Region wollte, hat sie mich begleitet. Wir haben dann zwei Tage später einen Ausflug auf dem Mount Afadjato, dem höchsten Berg Ghanas, gemacht, aber wurden leider enttäuscht, da die Sicht wegen Nebel schlecht war und wir den Voltasee nicht haben erspähen können. Am 23.12. ist dann auch Patricia in die Schweiz zurück geflogen und ich bin ganz gespannt auf die Weihnachtsfeier in Kpando zurück geblieben.

Zum Schluss dieser Reise bleibt mir nur zu sagen: T.I.A. (This is Africa!)


Sorry, no English translation for this post available, because I'm too lazy to translate it.

Scusatemi, nessuna traduzione in Italiano disponibile per questo post, perché sono troppo pigra per tradurre il testo.


Gaby und ich im super luxuriösen STC Bus (so neu, dass die Tische sogar noch in Plastik verpackt sind)

Verkauf von Essenwaren bei einem Busstop (man beachte die Frau Links mit den Bufflots. Mmhm, eines der wenigen leckeren Sachen in Ghana)

Auf der Strasse in Tamale


Sonnenuntergang im Mole National Park

Elefant im Mole National Park

Baboons im Mole National Park

Moschee in Wa (eine der wenigen Attraktionen in dieser Stadt)

Bar in Wa

Kinder auf der Strasse in Larabanga

Massentransport in Tamale


Vor lauter warten Standen mir die Haare zu Berge ;-)


Sunday, 27 November 2011

Haare | Hair | Capelli

Wenn ihr an Afrika und Haare denkt, dann fallen auch euch bestimmt die geflochtenen Haaren in allen möglichen Variationen ein: Zöpfe, Dreadlocks, Rastas usw.

Lasst mich ein wenig über die Haare hier in Ghana sprechen. Ich hatte mir natürlich vorgestellt, dass alle kleinen Mädchen hier die hübsche Frisuren mit Zöpfchen tragen. Dem ist nicht ganz so, denn ab dem Kindergarten-Alter sind Zöpfchen tabu. Alle Mädchen, die den Kindergarten oder die Schule besuchen, müssen sich an die Kurzhaar-Vorschrift halten. Alle tragen höchsten 3 cm Haare auf dem Kopf, die meisten haben sie kurz abrasiert. Ich habe herum gefragt, wieso dem so ist und bin auf folgende Gründe gestossen.

  • Mädchen und Teenager sollen nicht ihre Energie für Schönheit aufwenden, sondern sich lieber der Schule und dem Lernen widmen.
  • Die Zöpfe sind so eng geflochten, dass die Mädchen davon Kopfschmerzen bekommen und folglich sich nicht auf den Unterricht konzentrieren können.
  • Wenn die Zöpfe mit farbigen Haargummis gebunden sind, lenkt das den SchülerIn dahinter ab, da er/sie von den Farben angezogen ist und damit spielen will.
Auch erwachsene Frauen haben alle im Prinzip relativ kurze Haare, höchsten Kinn lang. Aber das sieht man nicht, denn gut 80% tragen eine Perücke als Glatthaarfrisur, lassen sich Zöpfe flechten (mit falschen Haaren natürlich) oder haben irgendwelche Extension aus falschen Haaren. Kpando boomt so förmlich von Friseur-Salons und frau lässt gerne und öfters die schmerzvollen und langen Prozeduren über sich ergehen, um eine schöne Haarpracht vorzuweisen.

Natürlich habe ich mich dieser Angewohnheit angepasst und habe mir gleich in meiner ersten Woche die Haare flechten lassen, aber nur mit meinen eigenen Haaren. Denn ihr müsst wissen, dass die falschen Haaren nicht gewaschen werden können. Folglich waschen sich die Ghanaischen Frauen höchst selten die Haare (vielleicht einmal im Monat) und das sowieso nicht zu Hause sondern nur im Salon.

Das erste Mal Haare flechten war eine wahre Tortur. Zwei Stunden habe ich da gesessen und Fendi, die Friseurin, hat an meinen Haaren gerupft, dass mir fast die Tränen gekommen sind. Das Leiden hat sich gelohnt, die Frisur konnte sich zeigen lassen. Wenn man Zöpfchen nur aus eigenen Haaren hat, kann man diese circa 2 Wochen drin lassen und man sollte sie auch nicht waschen, weil sie sonst nicht mehr schön aussehen. Das habe ich aber nicht wirklich ausgehalten und habe ab und zu Wasser über die Haare laufen lassen oder Shampoo aufgetragen ohne es gross ein zu schäumen. Nach 1 Woche hat die Kopfhaut immer noch sehr geschmerzt, weil die Zöpfe so satt waren und das Haar fühlte sich schmutzig an, deshalb habe ich sie dann entfernt.

Anfangs dieser Woche hat sich Baby die Haare machen lassen und ich bin rein zufällig dazu gestossen. So habe ich Edem, eine andere Friseurin, bei der neuen Frisur von Baby geholfen. Ich habe die falschen Haare präpariert, die sie ihr in der „Secret-Technik“ geflochten hat. Bei der „Secret-Technik“ werden vom Haaransatz weg etwa nur 3 cm geflochten und der Rest bleibt offen. In diesem Sinne handelt es sich eigentlich nur um eine Haarverlängerung. Die Prozedur hat geschlagene 6 Stunden gedauert und da ich ganz gut aufgepasst habe und zwischenzeitlich auch an einigen Mädchen aus dem Waisenhaus übe, beherrsche ich diese Technik schon ganz gut. Vielleicht bleibe ich hier in Kpando und eröffne nun ein Friseur Salon (nur ein kleiner Scherz).

Da ich mich die ganze Woche mit Haaren beschäftigt habe, habe ich beschlossen, mir wieder die Haare flechten zu lassen. Gestern bin ich 4 Stunden für meine neue Frisur gesessen, Zöpfe in Congro-Technik. Und dieses Mal mit falschen Haaren, denn ich wollte wissen, wie sich das anfühlt. Die Prozedur hat harmlos angefangen und hat dann schmerzvoll geendet, als die untere Haarpartien am Nacken dran waren. Abgesehen vom ziehen, war es extrem heiss unter all den falschen Haaren.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat und freue mich über meine langen, langen Haaren. Die Frage ist jetzt nur, ob ich das wirklich 1 Monat ohne Haare waschen aushalte und ob ich bald zum schlafen die ideale Position finde. Ich halte euch auf dem Laufenden.

P.S. Nur kurz zu den Männer. Die tragen alle kurze Haare, denn Rastas und Zöpfchen bei Männern sind tabu. Es gibt schon wenige Männer, die das haben, aber die werden als schlechte Personen angesehen.



If you think of Africa and hairs probably all the different variations of braided come up to your mind: braids, rastas, dreadlocks etc.

Let me report you a little bit about hair in Ghana. Before arriving here I was imaging all the small girls with the cute hairs with braids. Well, it's not quite like this, because starting from the kindergarten aged braids are tabu. All girls attending kindergarten or school need to respect the short-hair policy. So all have max. 3 cm short hair, most of them have them short shaved. I asked around to find out the reasons and have come to the following results:
  • Girls and teenagers should not waste their energy with beauty procedures and rather dedicate their time to school and learning.
  • The braids are so tide that the girls get headache from it and consequently they aren't able to concentrate on the lessons
  • When the braids are closed with colored elastics the pupil behind her would be attracted by it and would like to play with it

Also adult women have in principle relatively short hair, max. to their chin. But you don't see it, because about 80% wear a wig with a straight hair cut, let braid their hair (of course with fake hair) or have extensions of fake hair. Their are so many hair saloons her in Kpando and almost all women like to get the long and suffering procedures to have then beautiful hairs.

I adapted to these habits of course and already in my first week I let my hair braid, but just with my own hair. You need to know that fake hair can't be washed and therefore the Ghanian women rarely wash their hairs (maybe once a month) and they don't do it at home but only at the saloon.

The first time I braid the hair it was a real torture. I sat there for two hours and Fendi, the hair dresser, pulled my hair that I almost got tears. But the suffering was worth, I liked my new hair style. If you have braids just with you own hair you can keep them in for about two weeks and you shouldn't wash it, because the braids get ugly. I couldn't stand that and a let the water run over my hair or sometimes I used shampoo but without letting it foam too much. After a week my head skin was still hurting, because the braids were so tide and my hair felt so dirty that I decided to take them out.

At the beginning of this week Baby has let doing her hair and I accidentally popped in. So I decided to help Edem, another hair dresser, with Baby's new hair style. I prepared the fake hair which she braided in the „secret-technique“. With the „secret-technique“ you only braid about 3 cm from the hair line and the rest remains open. In this sense it's actually only a hair extension. The procedure lasted for six hours and since I paid a lot of attention and meanwhile I practice on some girls of the orphanage, I am quite good in this technique. Maybe I spend the rest of my life in Kpando and I open a hair saloon (I'm just kidding!).

Since I was busy the whole week with hair I decided to get my hair braid again. Yesterday I sat for four hours to get a new hair style, braids in „congro-style“. And this time with fake hair because I wanted to know how it feels like. The procedure started very harmlessly but ended up very painfully when it came to braid the lower hair parts by the neck. Apart from the pulling it was also very hot under all those fake hair.

I'm very satisfied with the result and I'm happy to have long, long hair. The question is only if I really can resist without washing the hair for a month and if I will find soon the ideal position for sleeping. I will keep you informed.

P.S. A few words to the man's hair: all men wear short hair, because braids and dreadlocks are tabu for them. There are a few men who wear it, but their are seen as bad persons.



Se pensata all'Africa e ai capelli vi vengono in mente di certo i capelli intrecciati in tutti modi possibili: treccine, rastas, dreadlocks ecc.

Lasciatemi raccontarvi un po' sui capelli qui in Ghana. Prima di venire qui ovviamente mi immaginavo che tutte le bambine avessero delle pettinature carine con le treccine. Ma non è così perché a partire dall'età dell'asilo le treccine sono tabù. Tutte le bambine che frequentano l'asilo o la scuola devono tenersi alle regola dei capelli corti. Tutte hanno i capelli lunghi al massimo 3 cm, la maggior parte se li radono corti. Mi sono un po' sentita in giro quale sono i motivi per questa regola ed ho scoperto le seguenti cose:
  • Le bambine e le ragazze non devono sprecare le loro energie per la bellezza, ma bensì concentrarsi meglio sulla scuola e lo studio.
  • Le treccine di solito sono talmente strette che fanno venire il mal di teste e di conseguenza non possono concentrarsi sulle lezioni.
  • Quando le treccine sono chiuse con gli elastici colorati il/la bambino/a che è seduto dietro ne viene attratto/a e vuole giocarci.

In principio anche le donne adulte portano I capelli corti, massimo fino al mento. Però non si vede perché circa 80% di loro porta una parrucca con una pettinatura a capelli lisci, ha delle treccine (naturalmente con capelli artificiali) o ha delle extension di capelli finti. Qui a Kpando ci sono tante saloni di bellezza perché tutte le donne decidono di avere dei trattamenti lunghi e dolorosi per poi alla fine avere una pettinatura pazzesca.

Io mi sono adattata alle circostanze e mi sono fatta intrecciare i capelli già la prima settimana che ero qui, ma solo con i miei stessi capelli. Dovete sapere che con i capelli artificiali una non può più lavarseli. Di conseguenza le donne ghaniane si lavano i capelli raramente (forse una volta al mese) e mai a casa ma bensì sempre al salone.

Il primo trattamento di treccine è stato una vera tortura. Sono stata due ore seduta e Fendi, la parrucchiera, tirava di continuo i miei capelli che quasi mi venivano le lacrime. Ma ne è valsa la pena soffrire, la pettinatura mi è piaciuta molto. Quando ti fanno le treccine solo coi i tuoi capelli stessi in teoria le potresti tenere circa due settimana e non devi lavarle perché altrimenti si guastano. Io non ho saputo resistere e ogni tanto i capelli li bagnavo lo stesso, anche lo shampoo ho usato, ma senza massaggiarlo bene nei capelli. Dopo una settimana però la cute mi faceva ancora male perché le treccine erano talmente strette e avevo l'impressione che i capelli fossero talmente sporchi, così ho deciso di scioglierle.

All'inizio di questa settimana Baby si è fatta fare i capelli e per puro caso mi sono trovata li. Così ho deciso di aiutare Edem, un'altra parrucchiera, ha creare la nuova pettinatura di Baby. Ero adetta alle preparazione dei capelli artificiali che lei inseriva con la tecnica „secret“. Con la tecnica „secret“ i capelli vengono intrecciati solo circa 3 cm dalla base il resto rimane sciolto. In questo senso si tratta solo di una estensione dei capelli. Il procedimento è durato 6 ore e siccome ho fatto molta attenzione e nel frattempo mi esercito con i capelli delle bambine dell'orfanotrofio, sto diventando una vera esperta di questa tecnica. Forse rimango tutta la vita qui a Kpando e apro un salone di bellezza (sto scherzando).

Visto che tutta la settimana mi sono occupata di capelli, ho deciso di farmi intrecciare nuovamente i miei capelli. Ieri sono stata seduta per quattro ore per la mia nuova pettinature, treccine a stile congro. E questa volta anche con i capelli artificiali perché volevo sapere come si sentono. Il procedimento è iniziato tranquillo, ma è finito dolorosamente quando ha intrecciato i capelli delle parte di sotto vicino alla nuca. A parte che mi tirava tanto, faceva anche un caldo tremendo sotto tutti qui capelli artificiali.

Sono molto contenta del risultato e dei miei capelli lunghi, lunghi. La domanda rimane se sarò capace di resistere senza lavarmi i capelli per un mese e se trovo la posizione ideale per dormire. Vi terrò al corrente.

P.S. Poche parole sui capelli maschili: portano tutti i capelli corti, perché rastas e treccine sono tabù per loro. Ci sono alcuni maschi che li portano, ma vengono considerati come persone non perbene.


Friday, 25 November 2011

Die gesunden Kohlenhydrate | The healthy carbohydrates | I carboidrati salutari


Es ist jetzt einmal an der Zeit, ein paar Worte über die Ghanaischen Essensgewohnheiten zu schreiben. Einigen von euch werden wohl die spitzen Bemerkungen auf meinem Facebook-Profil aufgefallen sein und hier folgen nun die Details dazu.

Die Ghanaische Küche besteht hauptsächlich aus Kohlenhydraten: Fufu (Knödel ähnlich aus Mais- und Maniokmehl), Banku (auch Knödel ähnlich rein aus Maismehl), Yam (in der Konsistenz wie eine Kartoffel, geschmacksneutral) und natürlich jede Menge Reis und Nudeln (mit Vorliebe Spaghetti). Den Kindern wird auch fleissig während des Schulunterrichts beigebracht, dass es wichtig ist, viel Fufu und Banku zu essen, damit man gross und stark wird. Von einer ausgewogenen Ernährung kann man hier kaum sprechen, von geniessen schon gar nicht. Ich bin zum Schluss gekommen, dass in Ghana das Essen einzig der Sättigung dient, Genuss ist hier nicht wichtig.

So fällt einem auf, dass kaum ein Kind im Waisenhaus bzw. in der Schule nicht das aufisst, was es auf dem Teller bekommt, geschweige denn, dass es sich erlaubt zu sagen, dass ihm das Essen nicht schmeckt. Es wird brav alles gegessen, auch wenn der Bauch fast explodiert. Und zu essen bekommen alle genügend und fast ununterbrochen. Beim Schuleinlass werden fleissig Biskuits und Fruchtkonzentrate bzw. Schoko-Sojamilch verkauft und den Kindern mitgegeben. Um 10 Uhr gibt es die erste Ladung Kohlenhydrate: nicht selten haben die Kinder Banku oder Reis mit einer fettigen Palmölsauce dabei. Dann geht es beim Mittagessen im gleichen Stil weiter: Reis mit Bohnen, Reis mit Tomatensauce, Red-Red (Bohnen mit Palmöl und Maniokmehl) oder Spaghetti. Um 3 Uhr kommt der Rest Kohlenhydrate aus der mitgebrachten Tupperware auf den Teller. Und zwischendurch werden immer wieder Kekse eingeworfen. Die Kinder vom Waisenhaus bekommen dann wieder gegen 7 Uhr zu Essen. Mindestens zwei Mal in der Woche gibt es Banku, ebenso oft Yam-Porridge und dann Yam in anderen Variationen.

Uns Volunteers wird nicht das gleiche Essen wie den Kindern abgegeben, sondern es folgt einem strengen Wochen-Menüplan, der von unserer Köchin Djibwodi nicht gerne umdisponiert wird (oder vielleicht steckt auch Mawusi, die Heimleiterin, dahinter, die diesen zusammen gestellt hat). Das Frühstück besteht viermal in der Woche aus Milo (Schoko-ähnliches Getränk, das mit heissem Wasser angerührt wird) und Weissbrot (am Montag und Sonntag sogar mit Eier). Dann gibt es einmal Porridge, einmal Milchreis und einmal Tom Brown (ist ein Brei aus Soja, Weizen und Mais). Das Mittagessen: die Woche fängt mager an mit Bananen und gerösteten Erdnüssen am Montag. Am Dienstag folgt ein kleines Highlight mit Red-Red und frittierten Kochbananen. Mittwoch und Samstag ist Indomie-Tag (asiatische Instant-Nudeln, trocken und ohne Sauce). Am Donnerstag ist wieder ein Früchtetag, da gibt es nur Ananas (das heisst für mich, dass ich faste, da ich das nicht gerne habe oder wenn ich Glück habe, bekomme ich anstelle Bananen). Am Freitag gibt es Reis mit Sauce (je nach Lust der Köchin, Hot Pepper oder Corned Beef). Und am Sonntag wären wir dann bei den gegrillten Kochbananen mit Erdnüssen. Wie unschwer zu beobachten, dominieren auch hier die Kohlenhydrate. Beim Abendessen sieht es nicht viel anders aus. Montag, Mittwoch und Freitag steht Yam im Vordergrund (einmal frittiert, einmal als Porridge und einmal gargekocht an einer Eiersauce). Dienstag, Donnerstag und Samstag werden von Reis dominiert: Reis mit Eiersauce, gebratener Reis mit Poulet und Jollof-Reis (lokale Spezialität: Reis mit Tomatensauce und grünen Peperoni). Und dann folgt der Höhepunkt am Sonntagabend: Banku mit Palmnuss-Suppe (Sorry, aber mit dieser Spezialität kann ich mich gar nicht anfreunden. Die Suppe schmeckt mir nicht und da man Banku fast gezwungenermassen mit den Fingern isst, gefällt mir das noch viel weniger). Viva die Kohlenhydrate auch an den Abenden! Und wenn man nicht eine Überdosis an Kohlenhydraten hat, dann ist sicherlich der Cholesterinspiegel erhöht, da Eier immer und überall beigegeben werden. Mit Erstaunen stelle ich fest, dass ich nicht selten bis 4 Eier täglich esse.

Damit man dies alles überhaupt durchsteht, muss man fest daran glauben, dass dies nur gesunde Kohlenhydrate sind (das redet sich jedenfalls Michaela ein, eine Volunteer-Kollegin aus Kumasi, die ein halbes Jahr hier in Ghana bleibt).

Die gesunden Sachen wie Früchte (ausser Banane und Ananas) und Gemüse kosten hier verhältnismässig viel, wahrscheinlich stehen sie deshalb nicht auf unserem Menüplan. Ein kleiner Trost für den Moment bleibt: Gut gebaute, mollige Erwachsene (insbesondere Frauen) gelten hier als Schönheitsideal, da man ihnen ansieht, dass sie genug zu essen bekommen und folglich bei bester Gesundheit sind.

Denkt ein wenig an mich, wenn ihr etwas leckeres esst. Im Moment wünsche ich mehrmals täglich einmal zur Abwechslung ein Joghurt oder ein Salat zu essen.



It's time to write some words about the Ghanian food culture. Some of you might have noted my comments posted on my facebook profile and now the details follow.

The Ghainian cuisine is dominated by the carbohydrates. Fufu (similar to a dumpling consisting of corn and cassava flour), banku (also similar to a dumpling, only of corn flour), yam (the consistence similar to a potato, neutral in the taste) and of course a lot of rice and noodles (preferably spaghetti). The kids are taught daily at school that it's important to eat plenty of fufu and banku to get big and strong. Nobody speaks of an balanced diet, and of course not of savouring. I came to the end that eating here in Ghana is just a matter of satiating, pleasure is not important

So you realize that a child of the orphanage resp. of the school rarely doesn't finish off what he gets in his plate, much less he allows to say he doesn't like the food. Everybody eats up everything even if the stomach is shortly before to explode. And everybody gets enough to eat and almost non-stop. At the school entrance biscuits and fruit concentrates resp. soya milk with chocolate flavor is sold and given to the children. At 10 am they receive their first portion of carbohydrates: often the kids have banku or rice with a greasy palm-oil sauce to be eaten during the break. And the same story is to be continued for lunch: rice with beans, rice with tomato sauce, red-red (beans with palm-oil sauce and cassava flour) or spaghetti. At 3 pm the carbohydrate festival continues since the second half of the brought meal from home is served. And between the meals a lot of biscuits are eaten. The kids from the orphanage eat then dinner around 7 pm. At least twice a week dinner consists of banku, twice it's yam-porridge and then yam in other variations.

We volunteers do not get the same food as the orphanage kids, our menu follows a strict plan which Djibwodi isn't keen to change (or maybe it's Mawusi, the manager of the orphanage, who doesn't allow it since she set up the plan). For breakfast we get four times a week Milo (a chocolate powder drink which you mix up with hot water) and plain bread (Mondays and Sundays even with eggs). Further we receive oat meal, milk rice and Tom brown (it's a mix of wheat, soya and corn flour). The lunch: the week starts poorly with banana and peanuts on Mondays. On Tuesdays we have a small highlight with red-red and fried plantains. Wednesdays and Saturdays are Indomie days (Asian instant noodle without sauce and therefore really dry). Thursdays it's again a fruit day, we only get pineapple (this means that I fast because I don't like it, unless I'm lucky and I get bananas instead). On Fridays we get rice with sauce (depending on the mood of the cook, hot pepper sauce or corned beef sauce). And on Sundays there are grilled plantains with peanuts. It's obvious that also our food is dominated by the carbohydrates. And it's the same with the dinner. On Mondays, Wednesdays and Fridays yam in the foreground (once fried, as porridge and boiled with egg stew). On Tuesdays, Thursdays and Saturdays it's the turn of rice: rice with egg stew, fried rice with chicken and jollof rice (local dish with tomato sauce and green peppers). And the highlight follows on Sundays with banku and palm-nut soup (I'm really sorry but I just can't stand this dish. I don't like the soup and since you eat banku with the hands, I don't like it even less). Cheers to the carbohydrates also in the evenings! And if you don't have an overdose of carbohydrates then for sure the cholesterol level is quite high do to the elevated consumption of eggs which are added everywhere. With surprise I have realized that I sometimes eat 4 eggs a day.

To survive these food habits you have to believe strongly that you are eating only healthy carbohydrates. Or at least this is was Michaela, a volunteer colleague of Kumasi, is trying to believe in, because she will spend half a year here in Ghana. The healthy things such as fruits (except bananas and pineapples) and vegetables are not really affordable for Ghanian relations, this is the reason I think they are not on our menu.

A little consolation: well-built plump adults (especially women) are a beauty ideal because one can see that they get enough to eat and that they are in a good health.

Think of me when you eat something tasty. In the last few days I often wish I could eat a yogurt or a salad.



È arrivata l'ora di raccontare un po' delle abitudini di mangiare qui in Ghana. Alcuni di voi hanno notato i miei commenti sul mio profilo facebook ed eccovi dunque i dettagli al riguardo.

La cucina ghaniana è composta soprattutto da carboidrati. Fufu (una polpetta gigante di farina di mais e di manioca), banku (anche una polpetta ma solo a base di mais), yam (nella consistenza simile ad una patata, ma neutrale nel sapore) e ovviamente tanto riso e anche pasta (quasi esclusivamente spaghetti). A scuola i bambini imparano ogni giorno che è molto importante mangiare tanto fufu e banku per diventare forti e grandi. Nessuno parla di un'alimentazione equilibrata e tanto meno di godere il cibo. Sono arrivata alla conclusione che mangiare qui in Ghana è solamente una questione di saziarsi, il godimento non è importante.

Ho notato che raramente i bambini dell'orfanotrofio e della scuola lasciano qualcosa nel piatto e ancora meno si permettono di dire che il cibo loro non piace. Il piatto viene lasciato pulito anche se la pancia sta per esplodere. E credetemi, tutti ricevono abbastanza da mangiare e quasi sempre di continuo. All'entrata della scuola vendono per i bambini biscotti e succhi di frutta concentrati o latte di soia al gusto di cioccolata. Alle ore 10 ricevono la loro prima porzione di carboidrati: spesso i bambini portano da casa banku o riso con una salsa grassa a base di olio di palma che mangiano durante la ricreazione. A pranzo si continua nello stesso stile: riso con fagioli, riso con salsa al pomodoro, red-red (pietanza a base di fagioli con salsa di olio di palma con farina di manioca) o spaghetti. E alle ore 3 del pomeriggio viene servita la seconda parte del cibo portato da casa. I bambini dell'orfanotrofio cenano intorno le ore 7: minimo due volte a settimana mangiano banku, altrettanto spesso yam-porridge e senno yam in altre variazioni.

Noi volontari non riceviamo le stesse cose da mangiare come i bambini. Il nostro cibo segue rigorosamente un menù che Djibwodi non è pronta a cambiarlo (oppure è Mawusi, la direttrice dell'orfanotrofio che non vuole cambiarlo perché è stato ideato da lei). A colazione riceviamo 4 volte a settimana Milo (bevanda in polvere al sapore di cioccolata che viene mescolata acqua calda) e pane bianco (lunedì e domenica addirittura accompagnato da un uovo). Altrimenti abbiamo porridge di fiocchi d'avena, riso con latte e Tom brown (una pappa a base di soia, grano e mais). Il pranzo: la settimana inizia male con banane e noccioline il lunedì. Il martedì abbiamo un piccolo colmo con red-red e banane fritte. Mercoledì e venerdì è giornata di Indomie (tagliatelle asiatiche istantanee senza salsa e molto asciutte). Giovedì è di nuovo giornata di frutta, riceviamo solo ananas (vuol dire che sto digiuna perché non mi piace o se sono fortunata ricevo al suo posto banane). Il venerdì c'è riso (secondo la voglia della cuoca con salsa al pepe piccante o con corned beef). La domenica per finire in bellezza, banane grigliate con noccioline. È ovvio che i carboidrati sono la parte dominante dei nostri pranzi e la stessa cosa vale per cena: lunedì, mercoledì e venerdì è la serata del yam (fritto, porrige o bollito con una salsa alle uova). Martedì, giovedì e sabato è la serata del riso: riso con salsa all'uovo, riso fritto con pollo e riso jollof (una specialità locale con salsa al pomodoro e peperoni verdi). Il massimo poi è la domenica con banku e zuppa di noci di palma (sono veramente spiacente, ma questa specialità non è per niente di mio gusto. Non mi piace la zuppa e in più bisogna mangiare il banku con le mani, cosa mi fa piacere ancora meno questo piatto). Viva i carboidrati anche per cena! E se non ho un overdose di carboidrati, di sicuro il mio colesterolo è alle stelle visto l'elevata di quantità di uova che vengono aggiunte dappertutto. Con spavento ho costatato che spesso mangio anche 4 uova al giorno.

Per sopravvivere a questo tipo d'alimentazione una deve farsi convinta che sono solo carboidrati salutari che mangiamo. Per lo meno questo è quello che cerca di fare Michaela, una mia collega volontaria di Kumasi, perché lei passerà sei mesi qui in Ghana.

Le cose salutari come frutta (escluse le banana e l'ananas) e le verdure sono piuttosto costose qui, immagino sia per questo che non sono sul nostro menù.

Una piccola consolazione riamane: le persone corpulenti (specialmente le donne) sono l'ideale di bellezza, perché si vede che hanno abbastanza da mangiare e perciò godono di ottima salute.

Pensatemi un po' quando mangiate qualcosa di buono. Ultimamente, tanto per cambiare, vorrei tanto mangiare uno yogurt o un'insalata.